*Start*

Start up
Startseite
Anorexia nervosa
Bulimia Nervosa
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
Borderline Persönlichkeitsstörung
Forum


Über...
About me
Pictures of Me
My Poems
Mein Buch
Tanz durch die Dunkelheit
Kapitel


Host
Design
Geschichten aus dem Norden

Jetzt bin ich schon fast 4 wochen im hohen Norden.....

Und ich merke wie sehr ich das hier brauche und dass es auch die richtige entscheidung war. Die Therapie ist im Moment sehr hart für mich, aber es geht voran. Und ich denke das ist das einzige was für mich zählen sollte.

Meine Bezugstherapeutin arbeitet sehr viel mit mir an meinem Trauma und das muss auch jetzt endlich Raum haben. Zu lange habe ich verdrängt, zu lange habe ich geschwiegen und alles mit mir allein ausgemacht. Im moment erlebe ich es als anstrengende Arbeit das alles aufzuarbeiten aber es ist auch irgendwie befreiend und ich glaube dass ich aus diesem Aufenthalt gestärkt hervorgehe.

Gestern habe ich eine neue Zimmernachbarin bekommen. Sie ist auch wegen einer Essstörung hier und ich erlebe das als echt passend mit uns beiden. Wir kommen gut zurecht und ich bin froh, dass ich jetzt auch in meinem Zimmer mit jemandem über diese Krankheit sprechen kann, der weiß wie es sich anfühlt, damit zu leben und zu leiden.

Ich werde sehr wahrscheinlich noch bis Mitte Februar hier im hohen Norden bleiben und ich werde diese Zeit nutzen und das mitnehmen was ich kriegen kann.

 

7.1.10 06:00


Oh du Schreckliche.....

Hier bin ich mal wieder....

Ja ich hab Weihnachten überlebt, aber es war schrecklich, zwar nicht ganz so schrecklich wie sonst immer wenn ich bei meiner Familie bin, aber es war trotzdem schrecklich. 

Ich habe zu anfang noch gedacht, ja das wird ein ruhiges Weihnachten und ich kann es vielleicht sogar mal ein wenig geniessen, aber Pustekuchen. Ich habe gedacht meine Eltern rufen wenigstens mal an zu Weihnachten und wünschen mir "Frohe Weihnachten" . Nein da kam einfach nichts, kein Anruf, Keine Mail, Keine Karte, Keine Geschenke einfach nichts!

Das hat mich echt mitten ins Herz getroffen, dass sie nicht einmal angerufen haben. Ich hab ihnen das auch inner Sms geschrieben, dass mich das sehr verletzt hat. Ich hatte mir dieses Jahr geschworen nicht anzurufen und das hab ich auch eingehalten. Um einen schrecklichen und schmerzvollen Preis. Aber ich weiß jetzt woran ich bin. 

Es tut weh ja und wie und ich weiß noch nicht wie ich damit klarkommen soll, aber es wird einen Weg geben auch wenn ich den gerade noch nicht sehe. Ich frage mich wie eine Mutter so kaltherzig sein kann? Ich fühl mich als wär ich irgendwer, ich fühl mich weggestoßen und ungeliebt. Wie ein Störfaktor den man diesmal einfach ausgeschlossen hat.


 

Für mich ist das Thema in Zukunft gegessen und ein nächstes Weihnachten zu Hause wird es nicht geben.

26.12.09 11:53


Es geht voran.....

Hallo ihr Lieben!

Da bin ich mal wieder nach einem sehr bewegten und sehr anstrengenden Wochenende kann ich sagen es geht voran. Das ist zwar nicht immer nur alles schön und leicht zu händeln, aber ich arbeite daran.

Gestern war ich mit meiner Theraeutin sehr nah an meinem Trauma. Das war für mich nicht ungefährlich, aber ich glaube ich beginne zu verarbeiten jedenfalls fühlt es sich so an. Auch wenn noch nicht alles so klappt wie ich mich das vorstelle, aber es wird auf jeden fall besser und das ist für mich echt ganz wichtig zu sehen. Denn wenn ich das nicht sehen kann das es weiter geht, dann hab ich eine ziemlich niedrige Frustrationsgrenze und fühl mich dann schnell resigniert. Es ist auf jeden fall für mich so einfacher zu sehen, dass es sich lohnt weiter zu kämpfen.

Der Stationskindergarten dünnt so langsam aus und das macht es hier auf Station für mich auch leichter mich in der Gruppe etwas wohler zu fühlen und nicht ständig Bedenken zu haben, wenn ich mich öffne, dass es durch den dreck gezogen werden könnte oder ich verletzt werden könnte.

Im moment kämpfe ich sehr mit dem Borderline, ich komme von dem schneiden im Moment noch nicht so wirklich los, aber trotzdem geht es auch damit voran. Die Zeit zwischen dem Bedürfnis sich zu verletzen und der tatsächlichen Handlung wird immer länger, heißt auch das bewegt sich etwas auch wenn es noch nicht gut ist. Ich will es wieder ohne schaffen und im moment kämpfe ich jeden tag. Und damit meine ich auch wirklich jeden Tag. Meine Therapeutin unterstützt mich sehr und sie sieht auch wie sehr es in mir arbeitet und ich auch versuche es anders zu machen und andere Wege zu finden mit mir umzugehen.

Ich bin zwar auf einer ES-Station, aber ich werd diesmal wirklich ausschließlich auf Trauma und auch Borderline behandelt und das ist auch das, wo es gerade richtig harkt und ich mächtig Arbeit zu tun habe.

Gestern ging es mir durch die Trauma - Arbeit nicht wirklich gut, es sind sachen hochgekommen die ich erst auch nicht richtig  zu ordnen konnte und das hat ich total fertig gemacht. Mein Herz ist gerast ich hatte Panik wie sonst was ich hab gedacht mein Herz explodiert gleich, vom gefühl her.  Heute nacht ist mir dann klargeworden wo das Gefühl herkam und ich kann jetzt verstehen warum ich gestern so eingebrochen bin Stimmungsmäßig und echt tief geschnitten habe. Ich kann besser mit denen Dingen umgehen, wenn ich weiß wo sie herkommen und ich sie vom Verstand her nachvollziehen kann. Ich habe heute auch noch einmal im einzel an diesen Themen gearbeitet und auch einiges für mich klären können so dass es mir heute schon wesentlich besser geht als gestern.

23.12.09 11:44


Klinikkrabbelgruppe und andere Impressionen

Endlich komme ich ins Internet und kann hier schreiben, wie es mir gerade so geht und wie ich hier in der Klinik angekommen bin.

Vor einer Woche war ich noch auf einer anderen Station zwischen geparkt und hab aber schon an den Therapien meiner Station teilgenommen. Ich hab also nur woanders im Haus geschlafen. Von der Station her bin ich diesmal zwar auf einer Station für Essgestörte aber auch meine Persönlichkeitsstörung und auch mein Trauma stehen diesmal mehr im Zentrum der Behandlung.

Ich fühle mich auf meiner Station nicht wirklich wohl, was auch daran liegen könnte, dass wir eine richtige Cliquenbildung auf station haben und es hier abläuft wie in der schule. Entweder man gehört zu der coolen Clique dazu und kann sich alles erlauben und auch alles sagen oder man gehört eben auch nicht dazu und wird gemieden. Ich gehöre nicht zur Kindergartenclique und ich möchte es auch nicht. Sie haben mich auch schon ins Visier genommen und mir wurde schon gesagt, dass ich meine meinung nicht mehr äußern soll bzw. ich soll nicht zu allem etwas sagen tue ich auch nicht. Aber wenn ich das gefühl habe dass was ich zu sagen habe jemand anderem vielleicht hilfreich sein könnte, warum soll ich dann den Mund halten? Warum habe ich nicht das Recht etwas zu sagen? Warum wird es nicht toleriert? Vielleicht weil ich ehrlich bin und ich Sachen nicht mehr runter schlucke, sondern sie anspreche, wenn ich damit nicht klarkomme. Ich rede nicht hinter dem Rücken anderer Leute, so was kann ich selbst nicht leiden also mache ich das auch nicht bei anderen Menschen.

Mir passt auf Station auch so einiges nicht und es gefallen mir Sachen auch nicht, aber das ist normal es gibt immer Sachen, die man nicht besonders mag aber trotzdem tolerieren muss. Und das tue ich. Ich toleriere dieses Cliquengebilde und sage nichts dazu obwohl es Sachen gibt, wenn die von bestimmten Menschen fallen, ich auch nicht gut heiße oder gut finde. Aber ich ziehe deshalb nicht alle auf links und sage ihnen dass sie Ihre meinung nicht mehr äußern dürfen.

Es gibt so etwas im Erwachsenenleben das nennt sich Toleranz und es nennt Respekt gegenüber Menschen, aber das herrscht hier gerade überhaupt nicht und das geht tierisch gegen meinen Gerechtigkeitssinn.

 

18.12.09 15:10


Weihnachten das Fest der Liebe, das Fest der Familie

Ich habe schon lange keine Familie mehr und ich habe auch nie wirklich eine gehabt. Was versteht man unter Familie? Eine perfekte Konstellation von Mutter, Vater und Kind. Leider ist das in der heutigen Gesellschaft mehr als nur eine Illusion sondern schon fast eine Seltenheit. Die Menschen sind in den letzten Jahren oberflächlicher und rastloser geworden. So auch meine Mutter. Die Frage was wir zu Weihnachten machen und wie wir feiern, hätte ich mir sparen können. Ich habe meinem Stiefvater zur Liebe gefragt und habe es im selben Moment bereut. Ich frage mich wie eine Mutter ihrem Kind gegenüber so kalt sein kann? Ich kann es nicht nachvollziehen, aber es tut einfach nur weh zu spüren, wie lieblos sie zu mir ist und von niederer Bedeutung ich für sie bin.

Ich werde dieses Jahr Weihnachten in der Klinik verbringen. Ich könnte sagen es ist mir egal, aber wenn ich das sagen würde, würde ich mich selbst belügen und davon mal abgesehen, es würde mir niemand abkaufen. Für die meisten Menschen bedeutet Weihnachten eine besinnliche Zeit, mit vielen Sinneseindrücken, mit Kerzenschein und Tannenduft, für mich ist Weihnachten Jahr für Jahr die Hölle. Da ist nichts von Besinnlichkeit. Kein schönes Familienfest. Es ist nur eine Qual und ein aufgezwungenes hin und her Geschenke und später verschwindet jeder in sein eigenes Zimmer und ist froh, dass Weihnachten für das Jahr wieder vorbei ist.

Es ist mir nicht egal dass ich Weihnachten dieses Jahr in der Klinik verbringen werde. Aber meiner Familie ist es egal und das zu erkennen, trocken, krass und nüchtern wie die Wahrheit nun einmal ist, es ist nicht leicht zu ertragen. Es tut weh. Ich fühle mich wie ein sinnlos treibendes Boot im Meer. Ich fühle mich nicht wahrgenommen von meiner Familie, ich fühle mich nicht ernst genommen und ich fühle mich schon gar nicht geliebt. Ich habe mein ganzes Leben lang versucht es meiner Familie recht zu machen um von Ihnen gesehen zu werden, aber niemand hat mich gesehen und sie werden mich auch in Zukunft nicht sehen, mit allen Facetten die ich habe, auch wenn ich mich noch so anstrenge. Das ist traurig und leider die schmerzhafte Realität.

Ich habe viel versucht, ich habe geredet, ich habe mich gegenüber meiner Familie geöffnet auch was meine Krankheit angeht, ich bin für mein junges erwachsenen Leben verdammt selbstständig, aber ich werde für meine Familie nie das sein, was sie wollen dass ich es bin. Und ich will nicht sein, was sie wollen dass ich es bin. Ich will endlich mein Leben leben ohne darüber nachzudenken was denkt meine Mutter darüber wenn ich dies oder jenes tue. Ich bin erwachsen, ich muss mich nicht mehr für jede Kleinigkeit rechtfertigen oder um Erlaubnis bitten. Ich muss lernen mich von meiner Familie abzugrenzen, denn eine Familie kann man sich nicht aussuchen, aber seine Freunde und seine Seelenverwandten, die kann man sich aussuchen. Die letzten zwei Monate hätte ich mit Sicherheit nicht überstanden ohne meine Freunde und meine Seelenverwandten, die mich immer wieder sanft aufgefangen und getröstet haben und mir das Taschentuch gereicht haben.

Nein das wird kein schönes Weihnachten für mich, erst recht nicht nachdem mir gezeigt wurde wie unerwünscht ich bei meiner biologischen Familie bin. Für mich wird es ein hartes Weihnachten, ein schmerzhaftes Weihnachten und ein trauriges Weihnachten, denn ich nehme Abschied von dieser Familie.

Es war ein hartes Jahr für mich, ich habe viel durchgemacht, aber ich bin daran auch gewachsen und ich habe einiges an negativen Mustern in meinem Verhalten und auch in meiner Familie erkennen gelernt. Aber vom Erkennen bis hin zu Verkraften und damit Abschließen ist es ein weiter Weg, ich werde mich sehr wahrscheinlich noch das ein oder andere mal dabei auf die Nase legen. Aber das gehört dazu es ist menschlich und ich durch jedes weitere Mal, dass ich falle lerne ich dazu. Ich lerne zu leben. Ich lerne mein Leben zu leben.

Ein vielleicht kann ich eines Tages auch ein besinnliches, liebevolles und wunderbares Weihnachtsfest mit meiner Familie genießen. In einer Familie in der ich erwünscht bin, in der ich gesehen werde als Mensch mit all seinen Facetten.

7.12.09 20:33


Geschichten aus der Irrenanstalt.....

So jetzt kann ich euch erst mal berichten was in diesem Irrenhaus abgegangen ist.

Ich sollte erst in die Uniklinik, da die aber überbelegt war bin ich inner geschlossenen Psychiatrie gelandet. Ich sags euch das Ding war mehr Knast als Krankenhaus. Ich durfte erstmal bis letzte Woche Donnerstag gar nicht raus. Dann immer nur zwei Stunden pro Tag... das war vielleicht eine scheiße. 

Dann zum Klientel... das war echt krass, zwei übelst Heroin abhängige... drei Psychosen, drei Zwangsneurosen und eine davon hatte ich dann auch noch aufm Zimmer... und nen paar Alkis.

Ich hatte ein dreier Zimmer und hab mir das mit der Zwangsneurose und einer Alkoholikerin geteilt. Wobei die Alki echt ok war und halt auch schon längere Zeit trocken und klar im Kopf. Das konnte man von der Zwangneurose nicht behaupten... sie ist übelst verwirrt gewesen und hat morgens 1 1/2 h gebraucht um zu pinkeln. Das ist ja so was von scheiße anstrengend mit so Leuden. 

Vor ein paar Tagen kam dann noch ein extrem dementer Mensch, der so was von verwirrt war, dass er erst mal dauernd in fremde Zimmer gelatscht ist und Sachen hat mitgehen lassen. Vor gestern kam der nachts in mein Zimmer, um 1 Uhr steht der vor mir und schreit mich an. Ich hab so nen derben Schrecken bekommen, dass ich die halbe Station zusammen gebrüllt habe. Boah gott das war echt krass und dann motzt mich der Pfleger noch an: Sie können den armen Mann doch net so anschreien!

Joah danke auch du Arsch hab ich gedacht.... mit den Ärzten bin ich auch nicht klargekommen. Die haben meine Borreliose Diagnose angezweifelt und meinten ich bilde mir körperliche Symptome nur ein. So krass... die haben mir meine Medis net mehr gegeben und dann hat meine Hausärztin mich da raus geholt. Ave Maria und ein Glück!

19.11.09 16:31


Krankenhaus und andere Merkwürdigkeiten

 

Ich weiß ich habe hier lange nicht geschrieben und es ist immer noch nicht alles fertig, aber das muss jetzt leider erst mal warten bis ich wieder da bin aus dem Krankenhaus. 

Ich war gestern das erste mal nachdem Urlaub meiner Therapeutin wieder bei ihr und naja sie hatte schon mit meiner Hausärztin gesprochen und die zwei haben dann mal entschieden, dass ich wenn ich heute keinen konkreten Termin für Bad Bramstedt bekomme, dann werd eingewiesen in die Uniklinik.

Ich bete echt gerade dafür dass ich echt sofort nen Platz in Bad Bramstedt bekomme und nicht vorher in die Uni muss. Deshalb heißt es heute auch Packen, packen, packen. Ich werde hier öfters mal schreiben, wo ich den jetzt überhaupt bin. Wirklich sicher weiß ich das auch erst heute nachmittag/abend.

Jetzt muss ich hier noch einige Sachen regeln, damit alles wichtige gemacht ist wenn ich am Donnerstag weg bin.

 

 

3.11.09 07:15


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]
Gratis bloggen bei
myblog.de