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Anorexia Nervosa


Anorexia Nervosa oder auch Anorexia mentalis, ist als die im Volksmund bekannte psychosomatische Krankheit Magersucht bekannt. Die Magersucht ist nicht gleichbedeutetend mit dem Begriff Anorexie, welcher eine Appetitlosigekit auf Grund seelischer Belastung beschreibt.

 

Überblick

Anorexia Nervosa bedeutete griech/ lat. etwa " nervlich bedingte Appetitlosigkeit". DIe Krankheit wurde erstmals 1873 von Ernest- Charles Laseque auf Basis von 8 beobachteten Fällen als ein einheitliches Krankheitsbild beschrieben.

Laseque beobachtete ein extremes Fastenverhalten der Patienten und hob die Überaktivität der erkrankten Personen hervor. Im Jahr 1874 veröffentlichte Wiliam Gull drei Fallberichte, Gull konzentrierte sich zuerst  auf die beschreibung der somatischen (körperlichen) Symptome. Durch die damaligen Publikationen von Lesaque und Gull, ist Magersucht die am längsten bekannteste Essstörung dar.

Die Patienten die unter Magersucht leiden sind sind zum großen Teil weiblich. Sie leiden an einer Körperschemastörung d.h. sie können ihren körper, trotz des bestehenden Untergewichts als "viel zu fett" wahr. Die an Anorexie leidenden ungen Frauen erlangen ihr Selbstbewusstsein/ bzw. Selbstwertgefühl nicht wie andere Menschen aus ihren Hobbies, Fähigkeiten, oder Erfolg im Beruf. Sie nehmen nur ihre Körperliche Abnahme, d.h. die sinkende Kilozahl wahr. Umso mehr das Gewicht sinkt umso mehr Endorfine werden bei den Patienten im Gehirn ausgeschüttet, weshalb sie sich trotz der Unterernährung gut und stark fühlen, da sie die Kontrolle über ihren Körper und das Körpergewicht ausüben. Aus der Kontrolle und dem sinkenden Körpergewicht schaffen sich die Patienten ihr Selbstwertgefühl, welches auf die Kontrolle des eigenen Gewichts und des Körpers aufgebaut ist.

Anorexia Nervosa ist mit einer Krankheitshäufigkeit von 0,7% unter weiblichen Teenagern zwar seltener als Bulimia Nervosa vertreten, zweigt aber einen deutlich ungünstigeren Verlauf an. Magersucht geht oft mit schweren körperlichen Komplikationen einher und hat nicht selten auch, wenn Patineten wieder Gewichtsstabil sind den Tod als Spätfolge zur Ursache.

Meistens beginnen die Teenager mit einer harmlosen Diät, die aber schnell ausser Kontrolle gerät oft ist dies der erste Einstieg in die  zu meist Jahre lang andauernde Krankheit. Die Krankheit kann allerdings auch vor der Pubertät, im Erwachsenen oder gar im Rentenalter auftreten nur ist dies deutlich seltender als der Beginn während der Pubertät. Nur einer von 12 Erkrankten ist männlich.

In einigen wenigen Fällen, dauert die Krankheit nur kurz an und stabilisiert sich nach einer Kurzzeitbehandlung, allerdings viel häufger ist ein langwieriger Krankheitsverlauf, wenn Patienten kaum oder gar nicht auf eine Therapie ansprechen. Etwa 15% der erkrankten sterben in Folge von Magersucht, damit zählt Magersucht zu den Psychischen Krankheiten mit der höchsten Sterberate.

 

Symptome


Anorexia Nervosa ist am meisten gekennzeichnet durch den selbst herbeigeführten Gewichtsverlust.  Der Gewichtsverlust wird meistens durch das reduzieren der Nahrungsmenge erreicht. Dabei werden Fastfood, Süßigkeiten und allgemein sehr fetthaltige Lebensmittel vermieden. Ost wird die Gewichtsabnahme untstrützt durch Medikamentenmissbrauch durch Appetitzügler, Laxantien, Diuretika. Die aufgenommene wenige Nahrung wird auch oft durch exzessive Sportliche Betätigung oder selbst herbeigeführtes Erbrechen wieder "ausgeglichen".

Als atypische Anorexa Nervoa wr eie der Bulimia Nervosa ähnliche Magersucht beschrieben. Die betroffenen versuchen ihre Gewichtsabnahme stark durch Missbrauch von Appetitzüglern, Diuretika oder exesszive Sporteinheiten zu steigern.

Im Unterchied zur Bulimia Nervosa haben die Betroffenen immer Untergewicht und einen Body-Maß-Index (BMI) von unter 17,5. Wobei sich hier nicht zu sehr auf das Diagnosekriterium über den BMI versteift werden darf, denn auch anorektische Patieninnen (gerade bei atypischer Anorexia Nervoser kommt dies häufiger vor), leiden unter Gewichtsschwankungen, sind aber deshalb nicht unbedingt einer anderen Form der Essstörung zu zuweisen. Durch das Untergwicht können hormonelle Störugen entstehen. Bei Frauen führt dies zum Ausbleiben der Periode (Amenorrhoe), dabei sind allerdings Patientinnen die die Anti-Baby-Pile zur Verhütung schlucken ausgenommen.

Wenn die Krankheit vor der Pubertät beginnt, ist das Brustwachstum bei weiblichen Patienten gestört, ebenso wie das Größenwachstum

 

Auf psychischer Ebene kreisen die Gedanken der Betroffenen um Essen und wie sie schnell und effizient noch mehr Gewicht verlieren können, die Betroffenen sind oft von den Themen Ernährung, Körper und Gewicht wie besessen.

„Die anorektische Frau lehnt das Essen ab und beschäftigt sich doch mehr damit als die meisten Gourmets. […] Sie lehnt ihren Körper ab, konzentriert sich jedoch in all ihrem Denken und Handeln auf ihn. […] Sie will selbstständig und unabhängig sein, verhält sich jedoch so, dass ihre Interaktionspartner sie nahezu zwangsläufig kontrollieren.“

– Alexa Franke: Wege aus dem goldenen Käfig - Anorexie verstehen und behandeln.

 

Körperliche Folgen
 
Magersucht ist eine schwere psychische Erkrankung, die unter Umständen tödlichen enden kann. Durch das extreme untergewicht können schwere Körperliche schäden verursacht werden:
 
 
- Herz: Verlangsamter Herzschlag, niedriger Bludruck, EKG-Veränderungen (Besonders: Verlängertes QT-Intervall), Herzrhythmusstörungen, aus diesen kann im Schlimmsten Fall der plötzliche Herztod folgen!
 
- Blut: Störungen der Elekrolyte (besondere Gefahr: Hypokaliämie mit Herzrhythmusstörungen), Hypoglykämie, Anämie, Leukozytopenie und Thrombozytopenie
 
 
 - Hormone: Niedirge Konzentratin der Geschlechtshormone(LH, FSH, Östrogen) daraus folgt Amenorrhoe und Unfruchtbarkeit, evtl. fehlendes Wachstum der Brust bei Frauen. Verlust von Libido und Potenz bei Männern.
Niedrige Konzentration der Schilddrüsenhormone, Leicht erhöhte Konzentration von Glukokortikoiden.
 
-Knochen: Osteoporose mit erhöhtem Risiko einer Knochenfraktur
 
-Zähne: Bei häufigm Erbrehen: Erosionen durch Magensäure und Karies
 
 
-Organe:
Darmträgheiz und chron. Verstopfung, Magenkrämpfe, Übelkeit, Nierenversagen, Blasenschwäche (Inkontinenz).
 
 
Die Patientinnen sind sehr empfindlich gegen Kälte durch die fehlende bzw. verminderte Fettschicht im Körper. Auch die Körpertemperatur kann stark herabgesetzt sein bei extremen Untergewicht sinkt diese bis in gefährliche Bereiche. Der Körper setzt den Stoffwechsel durch die Magelernährung herab, die hat zur Folge das auch die Körpertemperatur sinkt.
Weitere Symptom sind zu dem : Schwindelgefühle, bis hin zu Ohnmachtsanfällen und Kreislausdysregulation. Die Patientinnen bekommen eine trockene rissige Haut durch die fettvermeidende Ernährung. Bei Massivem Untergewicht tritt als Folge der Dysregulationen im Hormonhaushalt und als körperliche Reaktion auf die Mangelernährung eine feine Behaarung am Körper auf. Diese wird auch Lanugobehaarung genannt, zu finden ist sie vermehr an Armen, Rücken und im Gesicht.
 
Bis zu 15% der Erkrankten sterben zum einen durch Komplikationen, wie den plötzlichen Herztod oder Infektionen. Zum anderen durch Suizid, da die betroffenen durch Fehlgeschlagene und nicht anschlagende Therapien keinen anderen ausweg mehr sehen.
Die überlebenden Patienten leiden zeitlebens unter den Spätfolgen wie Osteoporose und Niereninsuffizienz.
 


Diagnose

Die Diagnose sollte zuammen mit Therapeuten und Ärzten in einem Offen, ausführlichen, diagnostischen Gespräch erfolgen. Einige Kriterien die auch imICD-10 der WHO festgelegt sind können als Checkliste zur weiteren Diagnostik dienen. Die Checkliste gibt allerdings nur anhaltspunkte, die diagnose sollte aber individuell am Patienten erfolgen. Es sollten im weiteren Verlauf Bluttest und EKG sowie Hormonstatus gemacht werden, um die körperlichen Folgen und vielleicht auch schon Schäden abgeklärt werden können. Besteht der Verdacht, dass das Untergewicht auch durch andere körperliche Erkrankungen verursacht sein könnte, sollte dies mit der Differntialdiagnose abgeklärt werden.



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